Nachweisführung Berlin

Mein Tipp: Mit IBT.EARTH sind bei der Teilnahme an Öffentlichen Ausschreibungen keine Doppelzertifizierungen und Einzelnachweise notwendig!

Nachweisführung der teilnehmenden Betriebe

Folgende Möglichkeiten der Nachweisführung stehen zur Auswahl:

 

1. Eine lückenlose FSC- oder PEFC-CoC-Zertifizierung bis (einschließlich) zum Auftragnehmer/Nachunternehmer. Hierzu zählt die Teilnahme an der PEFC Multi-Site Group IBT.EARTH DC-COC-000963.

 2. Ein zum o.g. FSC- oder PEFC-Zertifikat gleichwertiges Zertifikat. Die Gleichwertigkeit darf ausschließlich durch eine schriftliche Bestätigung durch das Thünen-Institut oder des Bundesamtes für Naturschutz erfolgen. 

Hierzu zählt die Teilnahme an der DIN ISO 38200 Multi-Site Group IBT.EARTH 10C0003. 

 

 3. Ein durch unabhängige Dritte erstellter qualifizierter Einzelnachweis mit Bestätigung folgender Prüfkriterien:

  • Mengenmäßiger Bezug des Materials zum Auftrag, Einkauf nur bei einem zertifizierten Händler
  • Zeitlicher Bezug der Bestellung, Lieferung und Auslieferung genau zum Auftrag (getrennte Aufbewahrung und Verarbeitung muss gewährleistet sein)
  • Inhaltlicher Bezug des Materials zum Auftrag (z.B. Art des Holzes bzw. des/der Produkte(s)
  • Dokumentation des Wareneingangs


Ein Einzelnachweis wird nur noch von akkreditierten Stellen und nicht mehr von öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen der Handwerkskammern (Sachgebebiete Tischler und Zimmerer) oder der Industrie und Handwerkskammer (Sachgebiete Holz und Holzbau) anerkannt


Hinweis: 
Die Beschaffungsregelungen des Landes Berlin beziehen sich ausschließlich auf Holzprodukte mit Frischholzanteil und gelten nicht

  • für Papier und Papierprodukte,
  • bei Aufträgen mit einem Gesamt-Auftragsvolumen laut Leistungsverzeichnis von unter unter 500 EUR netto, 
  • für Bauhilfsstoffe oder Produkte ohne Eigentumsübertragung (z. B. Messebauten ohne Eigentumsübertragung), 

Besonderheiten: Holzfertigprodukte und Bauhilfsstoffe 

Die ehemals "einfachen Fälle" laut Formblatt 248 finden im Formblatt V 239 F keine Bedeutung mehr. Lediglich für Holzfertigprodukte und Bauhilfsstoffe gelten folgende Regelungen:
Bei der Lieferung von Holzfertigprodukten, an denen nichts mehr verändert wird, ist lediglich vom beauftragten Unternehmen der Lieferschein über die Anzahl / Menge der zertifizierten Holzprodukte von den zertifizierten Holzhändlern / Vorlieferanten sowie deren gültiges Holz-Zertifikat vorzulegen. Zu den Tätigkeiten/Holzfertigprodukten zählen:

  • Lieferung und Aufstellung von Möbeln, Parkbänken oder anderen Fertigprodukten
  • Lieferung und Montage von vorgefertigten Einbaumöbelelementen
  • Lieferung und Montage von vorgefertigten Fenstern (z.B. bei Ersatzbedarf)
  • Lieferung und Montage von Fertigparkett oder Laminat (Achtung: Nachweise für die ggf. benötigte Unterkonstruktion / Wandanschlussleisten sind ebenfalls vorzulegen)
  • Lieferung von vorgefertigten Holzpflöcken beispielsweise als Baumpfahl
  • Lieferung und Verrammung von vorgefertigten Holzpfählen beispielsweise für Palisaden und Schilderpfähle


Dagegen müssen für holzartige Bauhilfsstoffe wie Schalungshölzer oder Holzbohlen aus dem Gerüstbau sowie für holzartige Transporthilfsmittel wie Holzpaletten keine Nachweise vorgelegt werden, da diese Hilfsstoffe im Eigentum des beauftragten Bauunternehmens bleiben. 

Holz, welches nicht aus der Waldwirtschaft stammt 

Beispiel: Bei der zu beauftragenden Unterhaltung oder dem Ausbau von Gewässern, kann der Einbau von naturbelassenem heimischem Holz (z.B. Stämme, Äste, Zweige) zum Zweck der ökologischen Verbesserung der Gewässer erforderlich sein. Derartiges eingesetztes Holz hat positive Wirkungen auf den Lebensraum von Pflanzen und Tieren. Dieses Holz wird in der Regel direkt vor Ort im Baufeld geschlagen, eingesammelt oder wird aus Unterhaltungsmaßnahmen (u.a. Pflege von Straßenbäumen oder Bäumen / Sträucher aus Parks, Gewässerrenaturierungen) bezogen. Da das Holz nicht aus der Waldwirtschaft stammt, kommt hier die in der VwVBU geforderte Nachweisführung zur nachhaltigen Holzbeschaffung nicht zur Anwendung.
 
Auch beim Einsatz von recyceltem Holz aus einer Aufbereitungsanlage kommt diese Nachweisführung mittels Zertifikats nicht zur Anwendung. 


Bitte treten Sie mit uns in Kontakt, damit Sie stressfrei und anerkannt als Bieter an entsprechenden Ausschreibungen teilnehmen können.